Bürgermeister mit Leib und Seele - Hasselrother Rathauschef Uwe Scharf für zehn Jahre Amtszeit geehrt

Gratulation zum 10-jährigen Amtsjubiläum: (von links) - Hubertus Peter, Albert Ungermann, Uta Böckel, Uwe Scharf, Günther Tyriot und Karl-Christian Schelzke  Foto: Jutta Link/GNZ
 Gratulation zum 10-jährigen Amtsjubiläum: (von links) - Hubertus Peter, Albert Ungermann, Uta Böckel, Uwe Scharf, Günther Tyriot und Karl-Christian Schelzke Foto: Jutta Link/GNZ
Hasselroth (jus). Zehn Jahre sind eine Zeit, in der viel passieren kann. Dies gilt wohl besonders, wenn man als Bürgermeister aktiv ist. Und so kann auch Hasselroths Bürgermeister auf ein bewegtes Jahrzehnt voller schöner und schwieriger Situationen zurückblicken. Gestern Abend wurde er vom Direktor des hessischen Städte- und Gemeindebundes, Karl-Christian Schelzke, für sein zehnjähriges Dienstjubiläum im Rahmen der Gemeindevertretersitzung in der Friedrich-Hofacker-Halle geehrt.

Den Reigen der Gratulanten eröffnete der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Hubertus Peter. Er stellte fest: „Als wir beide vor zirka zehn Jahren Bürgermeisterwahlkampf geführt haben, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich heute hier stehe und dir als Parlamentsvorsitzender für zehn Jahre als Bürgermeister danke.“ Er dankte Scharf für dessen unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde Hasselroth und das große Engagement, mit dem er sein Amt ausführt. Als Bürgermeister sei man rund um die Uhr im Einsatz, stellte Peter fest. Scharf habe dies absolut verinnerlicht und sei ein „Bürgermeister mit Leib und Seele.“

Der Direktor des hessischen Städte- und Gemeindebundes, Karl-Christian Schelzke, hob hervor, wie wichtig und erstrebenswert Humor in der Politik sei. Mit Blick auf den Jubilar stellte er fest, dass er selten einen schlagfertigeren und humorvolleren Bürgermeister getroffen habe als Scharf. Dies unterstrich er mit beispielhaften Anekdoten und verriet, dass er immer noch drauf und dran sei, Scharf für einen Auftritt beim Mühlheimer Bürgermeisterkabarett zu gewinnen.

Für die Mitglieder des Gemeindevorstandes blickte Uta Böckel auf das vergangene Jahrzehnt des Hasselrother Bürgermeisters zurück. Sie warf dabei einen Blick auf die Zahlen, beginnend bei der ersten Gemeindevorstandssitzung des damals neuen Bürgermeisters am 16. April 2007 und stellte fest, dass seitdem 161 gemeinsame Sitzungen unter Scharf stattgefunden haben. Zehn Haushalte seien von Scharf eingebracht, zwischen 600 und 800 Alters- und Ehejubilare besucht, unzählige Diskussionsrunden bestritten worden und die Zahl der absolvierten Bieranstiche sei schlicht nicht schätzbar. Dabei habe es schöne wie auch schwierige Situationen gegeben. Immer habe dabei für Scharf das Wohl der Gemeinde im Vordergrund gestanden. Auch als Scharf erkrankt sei, sei sein Motor immer „Zurück an die Arbeit“ gewesen.

Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Freigericht, Günther Thyriot, hob Scharfs großes Engagement für die Zusammenarbeit der beiden Nachbargemeinden Hasselroth und Freigericht hervor, etwa durch die Schaffung eines gemeinsamen Ordnungspolizeibezirks. Aber auch in Zukunft soll die Zusammenarbeit der Gemeinden weitergehen. Mit Blick nach vorne stellte er fest, dass mit dem Thema Umgehungsstraße noch ein „dickes Brett zu bohren“ sei.

Die Fraktionsvorsitzenden beziehungsweise Vertreter von CDU (Sascha Gourdet), SPD (Christian Benzing), SWG (Matthias Pfeifer) und FDP (Armin Mohn) rundeten das Heer der Gratulanten ab.

Scharf war von den vielen Glückwünschen und netten Worten gerührt und gab zu, das ein oder andere feuchte Tränchen im Auge gehabt zu haben. „Für mich ist es leichter, Kritik zu empfangen als so viel Lob“, stellte er bescheiden fest. Und die erfolgreichen Projekte, die es in dieser Zeit in der Gemeinde gegeben habe, seien nicht allein sein Werk: „Alles, was wir in Hasselroth in diesen zehn Jahren geschaffen haben, ist unser aller Verdienst.“ Dabei hob er vor allem die Arbeit der Verwaltung hervor, die dies ermögliche.

An Hubertus Peter und Uta Böckel ging ein besonderer Dank von ihm: „In der Politik gibt es bisweilen harte Auseinandersetzungen und eine gewisse Farbenlehre – am Ende zählt aber immer das Menschliche.“ Er sei sehr froh, Peter in der Funktion als Parlamentsvorsitzenden an seiner Seite zu wissen und dankte Böckel für ihre Unterstützung, gerade auch in der Zeit seiner Krebserkrankung. Er hofft, dass er auch in den kommenden zwei noch vor ihm liegenden Jahre seiner Amtszeit gesundheitlich so weitermachen könne und stellte fest, dass dies eine Zeitspanne sei, in der man noch das ein oder andere umsetzen könne.

Er dankte allen Anwesenden für die Gratulationen sowie netten Worte und wünschte zum Abschluss: „Uns allen für die Zusammenarbeit für Hasselroth weiterhin alles Gute.“

Presseartikel der GNZ vom 21.04.2017 - herzlichen Dank für die Überlassung