„Kinderkommissar Leon macht den Schulweg sicher“

Leon-Hilfe-Insel: das Rathaus in Neuenhßlau
 Leon-Hilfe-Insel: das Rathaus in Neuenhßlau
Bürgermeister Scharf und Polizeirat Göbel stellen Projekt „Hilfeinseln für Kinder in Hasselroth“ vor

„Kinder sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, sie brauchen unseren besonderen Schutz“, so Bürgermeister Uwe Scharf und Polizeirat Marc Göbel am Mittwoch, den 01.10.2014 zum Start der neuen Schulzeit.

Um den Kindern in Hasselroth auf ihrem Weg zur Schule und insgesamt in der Öffentlichkeit mehr Sicherheit zu geben, wurden deshalb zum Beginn des neuen Schuljahres zahlreiche „Hilfeinseln“ geschaffen, die an den hauptsächlichen Schulwegen liegen.

„Rund 15 Geschäfte, 4 Kindertagesstätten sowie die drei Grundschulen der Gemeinde haben sich als Hilfeinsel zur Verfügung gestellt.

„Kinder, die von Fremden angesprochen oder verfolgt werden, die sich von anderen bedroht fühlen, sich verlaufen haben, unwohl fühlen oder sich sonst in einer Gefahrenlage befinden, können nun ohne langes Suchen in den Hilfeinseln Anlaufstellen und Menschen finden, die sich ihrer annehmen und ihnen helfen“, erklärte der Bürgermeister.
Neben dem Schutz vor Straftaten soll auch das subjektive Sicherheitsempfinden der Kinder und das ihrer Eltern gestärkt werden.

Aber auch dann, wenn Kinder – ohne selbst betroffen zu sein – gefährliche Vorkommnisse im Straßenverkehr oder Straftaten beobachtet haben, sind Ansprechstellen, an die sie sich vertrauensvoll wenden und ihre Beobachtungen melden können, sehr wichtig fügte Polizeirat Göbel hinzu.

Leon, Polizeirat Marc Göbel und Bürgermeister U. Scharf
 Leon, Polizeirat Marc Göbel und Bürgermeister U. Scharf
Damit die Kinder die Hilfeinseln gut erkennen können, werden diese durch Plakate und Aufkleber mit dem „Kinderkommissar Leon“ gekennzeichnet. Um in einer entsprechenden Situation auch angemessen reagieren zu können, wurden alle Hilfeinseln mit einem Notfallplan ausgestattet. Neben einigen Verhaltensempfehlungen enthält der Plan wichtige Telefonnummern der Polizei, des Rettungsdienstes sowie der beteiligten Schulleitungen.

„Bei dem Kinderkommissar Leon handelt es sich um eine programmunterlegte Sympathiefigur der Hessischen Polizei“, erläutert der Polizeirat. Sie wurde im Jahr 2005 vom Hessischen Landeskriminalamt eingeführt und besteht – auch im Hinblick auf das hessische Wappentier – aus der Figur eines „Polizei-Löwen“. An der Namensfindung für den Löwen waren im Dezember 2004 insgesamt 797 Grundschulen aus ganz Hessen mit rund 120.000 Grundschülern beteiligt.

'Mit Hilfe dieser Figur, die bei den Kindern in Hessen seit ihrer Einführung schon einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, wollen wir die Prävention für und mit Kindern intensivieren. Das zugrundeliegende Konzept umfasst unter anderem Maßnahmen in Bezug auf die Sicherheit im Straßenverkehr, wie beispielsweise die Verkehrssicherheit von Fahrrädern oder die Einführung von Hilfeinseln. Daneben werden den Kindern altersgerechte und eng an ihrer Lebenswirklichkeit orientierte kriminalpräventive Botschaften zum Thema Eigentum, Fremdenfeindlichkeit und anderen Bereichen der Kriminalität vermittelt“, erklärt Polizeirat Marc Göbel die Zielrichtung, für die der Polizeilöwe steht.

Im Anschluss an die Grußworte von Beatrice Astrid Hechler aus dem Jugendbüro, Herrn Bürgermeister Uwe Scharf und Polizeirat Göbel begrüßte ein „lebensgroßer“ Leon die Gäste der Auftaktveranstaltung. Unter großer Begeisterung ernannte er die rund 66 Erstklässler der „Alten Dorfschule“ aus Gondsroth, der Auwiesenschule aus Niedermittlau und der Haselbachschule aus Neuenhaßlau zu „Kinderkommissaren“ und überreichte ihnen neben speziellen „Kinderpolizeiausweisen“ gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem Polizeirat Leon-Schlüsselanhänger.

Direkt danach gaben die beiden den eigentlichen Startschuss für das Projekt. Gemeinsam mit Frau Hechler, Herrn Bürgermeister Uwe Scharf, Polizeirat Marc Göbel, anderen Gästen und dem lebensgroßen Leon und einigen Erstklässlern wurde die erste Hilfeinsel in Hasselroth im Rathaus offiziell eingeweiht.

Alle zeigten sich sehr zufrieden darüber, dass in einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Hasselroth und dem Polizeipräsidium Südosthessen ein sinnvolles Projekt zur Verbesserung der Sicherheit der Hasselrother Bürgerinnen und Bürger entstanden ist.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Gemeinde Hasselroth, Jugendbüro Frau Beatrice Astrid Hechler Telefon: 06055-8806-33, Mail: B.Hechler@hasselroth.de