„Ohne Umgehungsstraße geht es nicht“ Interessengemeinschaft in Gondsroth lässt nicht locker

Einige Vertreter der IG Umgehungsstraße beobachten die Geschehnisse auf der Hauptstraße, als parkende Autos für stockenden bis stehenden Verkehr sorgten. Foto: Huth / GNZ
 Einige Vertreter der IG Umgehungsstraße beobachten die Geschehnisse auf der Hauptstraße, als parkende Autos für stockenden bis stehenden Verkehr sorgten. Foto: Huth / GNZ
Presseartikel der Gelnhäuser Neuen Zeitung vom 26.03.2015


Hasselroth-Gondsroth (hjh). Diesmal hatten die Sprecher und führenden Köpfe der Interessengemeinschaft Umgehungsstraße (IG) in Hasselroth-Gondsroth auf öffentliche Werbung für die neuerliche Aktion mit „parkenden Autos“ verzichtet und nur mit Flüsterpropaganda auf den Termin gestern ab 16.30 Uhr aufmerksam gemacht. Erneut wurden auf der Hauptstraße in Gondsroth einige Fahrzeuge geparkt, die mitten im Berufsverkehr für erhebliche Verwirrung gesorgt und vor allem – wie beabsichtigt – auf die Notwendigkeit einer Umgehung für Gondsroth aufmerksam gemacht haben.

Es mögen fünf bis sieben Fahrzeuge der IG gewesen sein, die die Geduld der Auto- und Lastwagen-Lenker auf eine teilweise harte Probe stellten. „Wir wollen damit niemanden ärgern“, so die Sprecher der IG. Aber anders könne man auf das latente Problem an der Ortsdurchfahrt von Gondsroth nicht aufmerksam machen. Man habe aus Fairnessgründen sogar abgewartet, bis die Bauarbeiten in der Hauptstraße beendet waren, um nicht in den Verdacht zu geraten, es würden Bauarbeiten für die berechtigen Interessen der IG Umgehungsstraße genutzt. Im Übrigen seien die mittlerweile drei Aktionen nicht dazu da, die persönlichen Ambitionen der Mitglieder und Sprecher der IG zu befriedigen, sondern das schützenswerte Gut der Bürger auf Unversehrtheit und Lärmminderung in den Fokus zu stellen.

All das seien Versuche, die Landespolitiker und die Landesregierung auf die Probleme der Menschen, besonders in Gondsroth, aufmerksam zu machen. Daher kam aus den Reihen der IG auch vor einigen Monaten die Anregung, einen runden Tisch mit Freigericht ins Leben zu rufen und dort die Probleme, auch nach der Ablehnung Freigerichts für die Planung der Umgehungsstraße, sowie gemeinsame Interessen herauszukristallisieren und diese, wenn möglich, auch gemeinsam anzugehen.

Als merkwürdig wurde die Einladung des Gemeindevertretervorstehers der Gemeinde Freigericht, Klaus Brönner, für das erste Treffen in der Zehntscheune angesehen. Aber die IG war dabei und trug ihre Argumente vor. Leider war dieses Treffen eher von gegenseitigen Vorwürfen geprägt als von dem Willen, etwas zu verändern oder auf den Weg zu bringen. Dennoch gab es ein Ergebnis. Es sollte ein weiteres Treffen geben, was mittlerweile auch stattfand.
Diesmal lud der Gemeindevertretervorsitzende der Gemeinde Hasselroth, Helmut Müller, in das Rathaus von Freigericht ein. Die IG wurde bei der Einladung aber nicht berücksichtigt, was für Verärgerung in den Reihen der IG sorgte.

Mittlerweile werde zwar hier und da von Gemeindepolitikern davon gesprochen, dass die Umgehung tot sei, die IG lasse sich aber von ihrer Intention nicht abhalten. Widerspruch gab es bei dem Treffen aber von Bürgermeister Uwe Scharf, der allenfalls die alte Planung für tot hält. Hasselroth werde nicht nachlassen und immer wieder in Wiesbaden an Türen klopfen, was auch vehement IG-Sprecher Klaus Weingärtner unterstützt.

Besonders wenn das derzeit in Arbeit befindliche Lärmgutachten auf dem Tisch liege, werde man in Wiesbaden vorstellig werden und erwarte dabei die totale Unterstützung der beiden Wahlkreisabgeordneten Hugo Klein und Christoph Degen.

Die Hoffnung werde nicht aufgegeben, für die Bürger Gondsroths etwas auf den Weg zu bringen, zumal Gutachten auch von Hessen-Mobil die Notwendigkeit unterstrichen und auch Staatssekretär Samson bei einem Termin im Februar 2014 davon gesprochen habe, dass für die Situation eine Veränderung herbeigeführt werden müsse.

Die IG bleibt dran, findet die Unterstützung von Bürgermeister Scharf und der betroffenen Bürger an der Hauptstraße. Weitere Aktionen werden in Ruhe überlegt. Niemand in der IG und von den Anwohnern der Hauptstraße würde verstehen, wenn jetzt alle Initiativen und Aktionen eingestellt würden.