Planung für kleine Umgehungsstraßen-Lösung

Bürgermeister Uwe Scharf (2.v.rechts) und Landtagsabgeordneter Hugo Klein (rechts) beim Gespräch mit den Vertretern des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums
 Bürgermeister Uwe Scharf (2.v.rechts) und Landtagsabgeordneter Hugo Klein (rechts) beim Gespräch mit den Vertretern des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums
Hasselroths Bürgermeister Uwe Scharf führte gemeinsam mit Hugo Klein (MdL) in Wiesbaden Gespräche wegen der Fortführung der Umgehungstraßen-Planung.

Hasselroth/Wiesbaden - Nach der negativen Beschlussfassung durch die Mehrheit der Gemeindevertreter in der Gemeinde Freigericht zur vorliegenden Planung für die Umgehungsstraße Freigericht-Hasselroth hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Hugo Klein aus Freigericht, dem Hasselrother Bürgermeister Uwe Scharf spontan Unterstützung zugesagt und umgehend das Gespräch mit Steffen Saebisch, dem zuständigen Staatssekretär im hessischen Wirtschafts- und Verkehrs-Ministerium, gesucht und diesen um einen Gesprächstermin und um Unterstützung für eine Fortführung der Planung der Ortsumgehung, im Bereich der Gemeinde Hasselroth, gebeten.

Sowohl Bürgermeister Uwe Scharf als auch Hugo Klein hatten sich in den letzten beiden Wochen bereits mit Vehemenz öffentlich für einen Fortgang der Planung der Umgehungsstraße, besonders im Bereich der Gemeinde Hasselroth ausgesprochen, und auch in Gesprächen mit den zuständigen Behörden auf ein schnelles Zusammentreffen mit klaren Aussagen gedrängt.

Erfreulicherweise konnte kurzfristig der gewünschte Gesprächstermin am Rande einer Plenarsitzung des Hessischen Landtags in Wiesbaden, durch Bürgermeister Uwe Scharf und Hugo Klein (MdL), gemeinsam mit dem Referatsleiter für Straßenbau und Verkehrsinfrastrukturförderung, Martin Weber sowie einer Mitarbeiterin, verabredet und wahrgenommen werden.

Der Bürgermeister und der Abgeordnete wollten im Gespräch konkret wissen, wie nun, nach dem „Ausstieg“ Freigerichts, die Planungen für die Ortsumgehung in Hasselroth weitergehen könnten.

Bürgermeister Scharf verdeutlichte den Vertretern des Verkehrsministeriums, dass die dringende Notwendigkeit der Umgehungsstraße für Hasselroth, insbesondere für die Anwohner der Durchgangsstraßen, auch weiterhin gegeben sei. Nach fast 40 Jahren Planungszeit habe sich die Situation in unseren Ortslagen nicht entschärft. Eine Abstimmung der weiteren Vorgehensweise und die Fortführung der weiteren Planungsschritte habe daher oberste Priorität, betonte Bürgermeister Scharf, der in diesem Punkt auch die Fraktionen aus der Gemeindevertretung hinter sich wisse. Mit im Gepäck hatte Scharf bei dem Gespräch in Wiesbaden auch die im Bauauschuss diskutierten Einwände, sowie die aktuellen Beschluss-Ergebnisse der Hasselrother Gemeindegremien.

Alle Gesprächspartner waren sich in Wiesbaden einig, dass das Land Hessen jetzt, nach dem ablehnenden Beschluss der Freigerichter Gemeindevertretung, umgehend prüfen müsse, ob die Umgehungsstraße im Bereich der Gemeinde Hasselroth, als Teilprojekt weitergeführt werden könne. Hierfür gab es seitens der Vertreter des Landes die Zusage, nun schnellstmöglich die dafür notwendigen Zusatzuntersuchungen durchzuführen.

Das Projekt wurde in dem seitherigen, langjährigen Planungszeitraum immer als Gesamtprojekt für Freigericht und Hasselroth betrachtet und entwickelt. Insoweit seien auch die zum Anhörungsverfahren vorgestellten Planunterlagen auf diesen Gesamtzusammenhang bezogen. Eine Zerlegung der Gesamtplanung, zum Beispiel in einen Teilabschnitt Hasselroth, müsse daher neu überdacht werden, betonte Referatsleiter Weber aus dem Ministerium.
Bürgermeister Scharf und Landtagsabgeordneter Klein baten daher um eine schnellstmögliche Klärung der zuvor angesprochenen Fragen, denn es könne und dürfe jedenfalls nicht sein, dass Hasselroth nun infolge der Freigerichter Beschlusslage einen Nachteil erfahre und erneut wieder Jahrzehnte mit weiteren Planungsschritten ins Land gehen müssen, so der Bürgermeister.

Dass man dies auch auf Landesseite in einer ersten Bewertung der neuen Lage so gesehen habe, versicherte Referatsleiter Weber, der ankündigte, dass man die nun notwendigen Bewertungen mit gebotener Eile durchführen werde, um schlussendlich wieder mit den noch Beteiligten die weiteren Schritte abstimmen zu können.

Keinesfalls dürfe es so sein, dass aufgrund des noch immer nicht nachvollziehbaren Verhaltens der Mehrheit der Freigerichter Gemeindevertreter man jetzt in Hasselroth wieder „bei Null“ anfangen müsse, so Hugo Klein, der sich nach eigenen Angaben sowohl als Freigerichter Gemeindevertreter wie auch als Wahlkreisabgeordneter für Hasselroth und Freigericht im Hessischen Landtag, ebenfalls seit Jahren für das Projekt engagierte.

Bürgermeister Scharf und Hugo Klein zeigten sich nach dem Gespräch zuversichtlich, innerhalb der nächsten Wochen entsprechende Signale aus Wiesbaden zu erhalten. Überdies hoffe man darauf, dass nicht nur die Gegner des Projektes das Ganze im Auge behalten, sondern auch die Befürworter, und hier im Besonderen, neben den Anwohnern, auch die politisch Verantwortlichen in Hasselroth, über alle Partei-Grenzen hinweg.